Digitalfunk BOS

Europa ist dabei, zusammenzufinden und sich neu zu gestalten. Das bringt neben vielen Vorteilen auch Nachteile. Zum Beispiel in puncto Sicherheit. Eine grenzüberschreitende Kommunikation wird notwendiger denn je. Deutschland muss sich den modernen Standards auch in der Funktechnik anpassen.

Seit dem Jahr 2002 befasste sich eine Landesprojektgruppe mit den Vorbereitungen für ein digitales Funknetz. Dazu gehören auch Vertreter der Landkreise und der kreisfreien Städte. Eine Lenkungsgruppe des Landes unter Federführung des Innenministeriums koordiniert die Einführung des Digitalfunks in Sachsen-Anhalt. 

Schwerpunkte: 

  • Beschluss der Ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder am 24. November 2000, ein bundeseinheitliches digitales Sprech- und Datenfunksystem für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zu schaffen
  • Auftrag des Ministeriums des Innern an den Direktor des Technischen Polizeiamtes, bis zum 1. März 2002 eine landesinterne Projektorganisation "Digitalfunk" angesichts der nunmehr fortgeschrittenen bundesweiten Projektarbeit zur Bewältigung der landesinternen Vorbereitungsaufgaben aller Folgemaßnahmen zu bilden.
  • Beteiligung der Feuerwehren und der Rettungsdienste des Landes Sachsen-Anhalt wurde dabei als notwendig angesehen. Sie sind daher in die Projektarbeit einbezogen worden. 
  • Enge Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Finanzen

Die Projektgruppe wurde Anfang 2013 aufgelöst. Die Aufgaben der Projektgruppe sind von der Autorisierten Stelle Sachsen-Anhalt übernommen worden.
 

Die Autorisierte Stelle für den Digitalfunk BOS

Hauptaufgaben

Der Digitalfunk BOS wird von alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben gemeinsam genutzt. Die Zeit eigener Infrastrukturen ist vorbei. Nun bedarf es einer Koordinierung, Kanalisierung und Harmonisierung BOS-übergreifender Anfragen und Anforderungen. In der Praxis bedeutet dies, dass bei umfangreicheren Lagen – egal für welche BOS, egal ob Zeit- oder Sofortlagen - eine Abstimmung mit der Autorisierten Stelle erfolgen muss. Durch diese werden die erforderlichen Maßnahmen getroffen und Sorge getragen, dass eine störungsfreie Kommunikation gewährleistet wird.

Die Aufgaben und Befugnisse sind unter anderem:

• 24 h - Stunden Nutzerservice, und Anwenderbetreuung- und unterstützung
• Störungs- und Fehlermanagement durch Störungsannahme und Vorqualifizierung der Störungs- und Fehlermeldungen sowie Weiterleitung an den Technischen Betrieb
• Durchführung aller Maßnahmen zur Gewährleistung des störungsfreien Betriebs für alle BOS
• Koordination von temporären Netzerweiterungen (zukünftig)
• Taktisch-technische Planungsunterstützung
• Zentrale Verwaltung der Endgeräte und der für den Betrieb notwendigen BOS-Sicherheitskarten


Die Autorisierte Stelle im Technischen Polizeiamt ist rund um die Uhr über die Rufnummer 0391- 50 75 – 150 oder - 666 und per e-mail unter as.digitalfunk(at)polizei.sachsen-anhalt.de erreichbar.

Die Autorisierte Stelle ist das Bindeglied in betrieblichen Fragen zwischen den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) des Landes, den im Land handelnden BOS anderer Bundesländer und des Bundes sowie der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) und der Netzbetreiberin mit dem Technischen Betrieb (TB).In jedem Bundesland und beim Bund gibt es jeweils eine Autorisierte Stelle.

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mehr Informationen

 

zum Homepage der BDBOS

BOS

... steht als Abkürzung für 'Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben'.

In  allen Bundesländern wird derzeit ein digitales Sprech- und Datenfunksystem für die Polizeien von Bund und Ländern, Feuerwehren und Rettungsdienste, Bundesanstalt Technisches Hilfswerk und Zollbehörden aufgebaut. Dieses Vorhaben wird von der 'Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben' (BDBOS) koordinert.